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Adipositas – eine chronische Erkrankung

Die Adipositas wurde 1997 von der WHO als chronische Krankheit anerkannt  und ist weltweit das am schnellsten wachsende Gesundheitsrisiko. Neben Rauchen stellt Adipositas die zweithäufigste vermeidbare Todesursache dar. Die Adipositas hat in den Industrienationen ein epidemisches Ausmaß erreicht. Derzeit sind 52,4% der deutschen Bevölkerung übergewichtig, mehr als 9 Millionen Menschen leiden an behandlungsbedürftiger Adipositas. Studien zeigen auf, dass bis zum Jahr 2040 etwa 50% der Weltbevölkerung einen BMI > 30 kg/m2 erreichen wird.

Adipositas ist definiert als ein Übermaß an Fettgewebe bedingt durch übermäßige Kalorienzufuhr, das zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit führt.

Mit Hilfe eines Körpermassenindex „Body Mass Index“, kurz „BMI“, wird die Adipositas klassifiziert. Berechnet wird der BMI aus dem Körpergewicht und der Körpergröße des Patienten:

BMI = Körpergewicht (kg) / Quadrat der Körperlänge (m2)

Klassifikation

 

BMI (kg/m2)

Risiko für Begleiterkrankungen

Normalgewicht

18,5-24,9

durchschnittlich

Übergewicht

25,0-29,9

gering erhöht

Adipositas

30,0-34,9

erhöht

Adipositas II°

35,0-39,9

hoch

Adipositas III°

40,0-49,9

sehr hoch

Extreme Adipositas

>50

massiv erhöht

Zur weiteren Beurteilung der gesundheitlichen Gefährdung muss die Art der Fettverteilung hinzugezogen werden. Ein Maß zur Charakterisierung des Fettverteilungsmusters ist der Bauchumfang. Bei Frauen sollte der Wert für den Bauchumfang unter 80 cm und bei Männern unter 94 cm liegen.

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