Dass Ernährung und Bewegung zusammengehören,wussten wir schon lange.
Jetzt wissen wir auch: Sport bremst den Hunger!
Sind wir fleißig gejoggt, geradelt oder haben im Fitness-Studio das volle Programm durchlaufen, so ist der Hunger danach in den meisten Fällen gebremst. Auch der Appetit auf sogenannte „Schleckereien“ wird drastisch gesenkt.
Das gilt besonders für Sportarten mit mittlerer und höherer Intensität.
Welche Mechanismen spielen eine Rolle?
Zum einen ist nach dem Sport der Insulinspiegel reduziert, aber auch die verminderte Durchblutung der Verdauungsorgane hilft uns, anschließend nicht über den Kühlschrank herzufallen. Allerdings hält dieser Effekt nicht über mehrere Stunden an.
Sport erhöht den Energieverbrauch
Wichtig ist Sport auf jeden Fall, um den Grundumsatz zu erhöhen. Der Grundumsatz ist der Energieverbrauch eines Menschen im Ruhezustand. Je mehr Muskelmasse wir besitzen, desto höher fällt der Grundumsatz aus. D.h. dass ein Sportler - auch wenn er bequem auf dem Sessel sitzt- mehr Kalorien verbraucht als ein untrainierter Mensch gleichen Alters und gleicher Körpergröße.
Leider nimmt im Laufe der Jahre bei den meisten Menschen die Muskelmasse ab, während der Fettanteil im Körper steigt. Das führt bei gleicher Kalorienzufuhr zwangsläufig zu einer Gewichtszunahme.
Wieviel Sport muss sein?
Fachgesellschaften empfehlen 30 Minuten Sport am Tag.
Optimal ist Ausdauersport kombiniert mit Krafttraining!
Für einen zusätzlichen Energieverbrauch von 1800-2000 Kalorien pro Woche sind 45-60 Minuten Sport am Tag erforderlich.
Da diese Empfehlungen für viele Abnehmwillige schwer umzusetzen sind, ist eine Ernährungsumstellung absolut erforderlich.
Wer lange dem Sport den Rücken zugekehrt hat, sollte allerdings erst langsam wieder einsteigen.
Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen sind ideale Sportarten für den Start in einen bewegten Alltag.
(Ernährungsumschau, 11/08, S. 670-671)