Studien belegen:
Die chirurgische Therapie ist eine weltweit anerkannte Form der Medizin.
Ist die Zahl der Operationen bei morbider Adipositas in den USA in den letzten 10 Jahren um das sechsfache gestiegen, so ist man in Deutschland noch immer zurückhaltend mit dieser Methode der Behandlung des krankhaften Übergewichts.
Das liegt jedoch nicht an einer eventuell zu geringen Anzahl an Adipositas-Patienten. Deutschland zählt ca. 22,9 % adipöse Erwachsene und stellt somit die Nummer eins in Europa dar.
Der Grund für die noch geringen Operationszahlen ist vielmehr in der noch fehlenden gesundheitspolitischen Anerkennung insbesondere durch die Krankenkassen zu sehen.
Weisend für eine neue Sichtweise könnte jetzt der HTA-Bericht (Health-Technologiy-Assessment) des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) sein.
Auswertungen von über 30 Studien belegen den medizinischen Nutzen einer stärkeren Gewichtsreduktion durch die Adipositas-Chirurgie im Vergleich zu konventionellen Verfahren. Bewertet wurden Methoden wie das Magenband und der Magenbypass.
Zahlreiche Begleiterkrankungen wie bspw. Diabetes mellitus Typ 2 konnten damit wesentlich reduziert werden.
Der HTA-Bericht bringt es an den Tag:
Operierte Patienten haben eine längere Lebensdauer über eine Zeitspanne von bis zu 11 Jahren gegenüber nicht operierten Patienten.
(Adipositas-Spektrum, 5/2008, 4. Jahrgang)