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Abnehmen mit dem Magenballon Orbera

Patientengeschichte - Boris S.

30.07.2009 18:44 Alter: 1 Jahre
Kategorie: Patientengeschichten

 

Boris S. ein junger 20-jähriger Patient stellte sich in  der Adipositas-Sprechstunde vor. Mit einem Körpergewicht von über 140 kg bei einer Größe von 182 lag sein Body-Mass-Index bei 42,6 kg/Körpergröße 2 . Boris hatte bereits  Adipositas Grad 3. Nach intensiver Aufklärung der verschiedenen Möglichkeiten der chirurgischen und endoskopischen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion durch den  Arzt, entschied er sich für eine Magenballontherapie.

Am 1. April war es soweit.

Boris S. war mit seiner Freundin zum Einsetzen des Magenballons in der Klinik. Zuerst erklärte die Oecotrophologin die Ernährungsempfehlungen für die ersten Tage mit dem Magenballon. Boris S. bekam eine Info-Mappe mit vielen Tipps zur Gewichtsreduktion mit dem Magenballon.
Ein weiterer Beratungstermin wurde gleich vereinbart, damit von der Ernährungsumstellung her alles wie am Schnürchen verläuft.

Spannend war die B.I.A.- Messung (= bioelektrische Impedanz-Mess-Methode;s. Erklärung unten).

Boris S. hatte stolze 40 % Körperfett. Der Phasenwinkel, der den Ernährungs- und Trainingszustand des Patienten widergibt war gar nicht so schlecht.

Der Wert für die  Muskelmasse lag zwar sehr hoch, doch ist bei adipösen Patienten auch mehr Wasser im Muskel eingelagert als bei normalgesichtigen Patienten.
Aufschlussreich war die Betrachtung des prozentualen Zellanteils. Der lag bei 53%. Alles in allem sah es gut aus, wäre nur nicht das viele Körperfett!

Die Magenballonimplantation verlief planmäßig. Boris S. konnte nach 1 Stunde nach dem Eingriff die Klinik verlassen.
Die ersten 2 Tage wurde der junge Patient von Übelkeit und Erbrechen geplagt.

Langsam gewöhnte sich Boris S. an das neue Leben mit dem Magenballon.

Bei der Ernährungsumstellung gab es noch einige Unsicherheiten. In mehreren Gesprächen mit der Oecotrophologin, die Freundin war auch immer dabei, erarbeiteten sie Stück für Stück neue Möglichkeiten, das Essverhalten zu optimieren.

Ernährte sich Boris B. vorher gerne von Soft-Drinks, Naschereien und Fast Food, so wurde jetzt Frisches eingekauft und gerne gekocht. Leckere figurfreundliche Gerichte kamen nun regelmäßig auf den Tisch. Die ersten Kilos purzelten.

Richtig voran mit der gezielten Gewichtsabnahme kam Boris S. , als er sich im Fitness-Studio angemeldet hatte. Ca. viermal pro Woche stand er auf dem Cross-Trainer, Laufband oder machte Kraftübungen.

Ernährungstechnisch aß er sehr diszipliniert. Einen Motivationstag in der Woche oft auch am Wochenende gönnte er sich. An diesem Tag  durften auch Pizza, Burger & Co. ohne Reue genossen werden.

Boris S. hat zum Ende der Magenballontherapie 43 kg abgenommen. Der Körperfettgehalt ist auf 23 % abgesunken, die Muskelmasse mit 40,7 fast konstant geblieben. Der  Zellanteil, der von 53,6 % auf 55,8 % gestiegen ist, beweist die Qualität der Muskelmasse. Der Phasenwinkel ist von 6,3 auf 6,9 gestiegen. Das heißt, das der Ernährungs- und Trainingszustand der Zelle durch das Fitness-Training des Patienten sich sehr verbessert hat.

Boris S. fühlt sich jetzt sehr wohl. Ein paar Kilos dürfen noch verschwinden. Er hat jetzt einen Body-Mass-Index von 27. Sportler, und dazu gehört auch Boris S., haben bekanntlich einen  höheren BMI, da Muskeln schwerer wiegen als Körperfett.


Zur Belohnung gönnt sich der erfolgreiche Patient einen Tripp nach New York mit seiner Freundin. Dort wird erst einmal „geshoppt“.
Natürlich Kleidung für die neue Figur…



Die B.I.A.-Mess-Methode (bioelektrische Impedanz Analyse)

Während der Messung wird ein schwacher Wechselstrom von 50kHz durch den Körper geschickt.
Es werden mittels Elektroden dabei zwei unterschiedliche Widerstände gemessen.

Der Wasserwiderstand R misst das Körperwasser, welches ein guter Leiter für Strom ist. Aus diesem Wasserwiderstand wird das Körperwasser und die Magermasse (fettfreie Masse) berechnet. Das Magermasse besteht aus Muskulatur, Organen, dem Skelettsystem und dem Zentralnervensystem. Da Fett  ein schlechter Leiter für Wechselstrom ist, wird es indirekt aus der Differenz zwischen Magermasse und Körpergewicht berechnet.
Der Zellwiderstand Xc  ist ein Widerstand, der die Körperzellmasse misst. Die Zellmasse besteht aus Organzellen und Muskelzellen. Bei einer Gewichtsreduktion sollte die Körperzellmasse nicht zu stark absinken.
Die Bestimmung und Unterscheidung dieser beiden Komponenten wird durch die Messung eines Phasenwinkels ermöglicht. So kann der Gesundheitszustand einer Zelle festgestellt werden. Ein hoher Phasenwinkel  beschreibt eine gesunde Zelle und einen guten Ernährungszustand des Patienten. Ein niedriger Phasenwinkel ist ein Hinweis für eine Mangelernährung.
 
Die Ergebnisse der professionellen B.I.A.-Methode zeigen im Verlauf die Auswirkung der Ernährungsumstellung auf die Körperzusammensetzung


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