Eine operative Therapiemöglichkeit ist die Schlauchmagenbildung. Dabei handelt es sich ebenso wie beim Magenband um ein rein restriktives Verfahren, d.h. Reduktion des Nahrungsvolumens durch Verkleinerung des Magens. Der Unterschied zum Magenband besteht darin, dass einerseits kein Fremdmaterial implantiert wird, andererseits ein Teil des Magens (80-90%) definitiv entfernt wird.
Bei der Schlauchmagenbildung wird der Magen in seiner Längsausdehnung soweit verkleinert, bis ein schmaler schlauchförmiger Magen mit einem Fassungsvolumen von ca. 150-200 ml entstanden ist. In dem entfernten Anteil des Magens wird unter anderen das Hungerhormon Ghrelin gebildet, das für das Hungergefühl verantwortlich ist. Dadurch wird das Hungergefühl reduziert, Heißhungerattacken bei der Einhaltung der postoperativen Diät werden verhindert bzw. deutlich abgeschwächt. Es erfolgt keine grundlegende Änderung des Verdauungstraktes.