Eine operative Therapiemöglichkeit ist das Magenband (gastric banding). Dabei handelt es sich um ein restriktives Verfahren: Durch das Magenband wird der Magen im oberen Anteil eingeengt, so dass ein sog. Vormagen ("Pouch") mit 20-30 ml Fassungsvermögen entsteht. Wird der Vormagen mit wenig Speise gefüllt, dehnt sich die Magenwand und es entsteht schnell ein Sättigungsgefühl. Die Nahrungsaufnahme wird deutlich reduziert. Der gesamte Magen-Darm-Trakt steht der Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen unverändert zur Verfügung.
Das Magenband besteht aus einem weichen Silikonring, der über einen Schlauch mit einer sog. Portkammer verbunden ist. Über die Portkammer wird das Magenband nach erfolgtem Eingriff gefüllt und individuell auf die Bedürfnisse des Patienten angepasst. Man spricht deshalb von einem steuerbaren Magenband, da nur bei dieser Methode eine Feineinstellung ohne weiteren operativen Eingriff durchgeführt werden kann.
